Wer schreibt hier: Nicole Fischer
von Lernovia - NEUES LERNEN
Von „Lernblockaden“ hat vermutlich jeder schon einmal gehört. Doch was ist das eigentlich genau, und wenn sie da ist – was kann man gegen sie tun?
Durch Überforderung, dauernde Negativerlebnisse und daraus resultierende Angst kann es leicht passieren, dass Kinder (aber auch Erwachsene) solch eine Lernblockade aufbauen.
Woran erkennst du sie? Dein Kind kann z.B. Gelerntes bei Klassenarbeiten nicht abrufen, es mag nicht mehr gern zur Schule gehen und du bemerkst vielleicht sogar Anzeichen von Angst. Häufig zieht das Kind sich in sich zurück und ist nicht mehr ausgelassen und fröhlich. In vielen Fällen sind Bauch- und Kopfschmerzen begleitende Symptome. Wird dagegen nichts unternommen, kann eine zunächst harmlos scheinende Lernblockade im schlimmsten Fall zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führen. (Auch ich war lange von einer Lernblockade betroffen. Wenn du wissen möchtest, was die Entdeckung Amerikas damit zu tun hatte und wie ich sie überwunden habe, dann kannst du das hier nachlesen: https://www.lernovia.de/Blog/ )
Viele betroffene Kinder beschreiben das Gefühl vor einer Klassenarbeit so: „Erst habe ich große Angst und dann ist mein Kopf ganz leer.“ Da helfen dann gut gemeinte Ratschläge wie „Dann versuche doch einfach, dich besser zu konzentrieren“ kein bisschen.
Das Gefühl der Angst ist so alt wie die Menschheit selbst und bewirkt noch dasselbe wie vor Tausenden von Jahren in unserem Körper: Eine große Menge des Stresshormons Cortisol wird ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel steigt, das Herz schlägt schneller, die Extremitäten werden besser durchblutet. Das alles hat ein Ziel: Unser Gehirn versucht, uns so viel Energie wie möglich für eine bevorstehende Flucht oder einen Kampf zur Verfügung zu stellen. Das Problem: Diese Energie wird in anderen Bereichen eingespart – zum Beispiel bei Verarbeitungsprozessen im Gehirn. Deshalb fühlt sich der Kopf leer an – und blöderweise interessiert es dein Gehirn kein bisschen, ob dir gerade ein Säbelzahntiger Angst macht oder eine Klassenarbeit, es versucht um jeden Preis, dich zu beschützen.
Doch was kannst du denn jetzt tun, wenn dein Kind von einer Lernblockade betroffen ist? (Dein Kind hat keine Lernblockade? Wie schön! Dann können meine Tipps dazu beitragen, dass gar nicht erst eine entsteht!)
So eine Lernblockade ist keine Kleinigkeit. Aber mit Verständnis, Geduld und Wertschätzung werdet ihr es schaffen, diese zu überwinden.
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Nicole Fischer ist Expertin für die Themen Lernen und Familie. 2007 machte sie sich als Lerntherapeutin selbstständig und hilft seitdem Schülern in ihrer Praxis
Lernovia – NEUES LERNEN dabei, ihre schulischen Probleme nachhaltig und mit viel Spaß zu überwinden.
Um ihren Schülern noch effektiver helfen zu können, machte Nicole noch eine Ausbildung zum Lerncoach. Als Lerncoach erarbeitet sie mit Schülern und Studenten effektive und gehirngerechte Lernstrategien, hilft ihnen dabei, hemmende Glaubenssätze aufzulösen, arbeitet mit ihnen an der Motivations- und Konzentrationssteigerung und hilft bei Prüfungsangst.
Da von den schulischen Problemen der Kinder oft die ganze Familie betroffen ist und Eltern häufig nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen, absolvierte Nicole noch eine Ausbildung zum Familiencoach. So ist es ihr möglich, Familien punktgenau mit dem zu helfen, was sie benötigen.
Sehr wichtig ist ihr, dass ihre Schüler den Spaß am Lernen (wieder-)entdecken. Daher wird in ihren Stunden nicht „gepaukt“ – im Gegenteil! Denn nur, wenn Schüler
positive Emotionen mit dem Lernen verbinden, bleibt das Gelernte da, wo es hin soll: Jederzeit abrufbar im Gedächtnis.